Vom 29. August bis 01. September fand in im Freiland in Potsdam das 6. Jugendforum Stadtentwicklung statt. 21 junge Freiraumgestalter aus ganz Deutschland waren dazu eingeladen ein Wochenende lang Handlungsvorschläge zur Teilhabe bei der Gestaltung Urbaner Freiräume – zum Stadt selber machen -zu erarbeiten. Am Ende stand eine Präsentation vor dem Staatssekretär des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit (BMUB) .

Stephanie Haury aus dem Bundesinsitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung beschreibt den zugrunde liegenden Zwiespalt wie folgt: „Wenn Jugendliche Gesetze nicht einhalten, bekommen sie ein schlechtes Image. Wenn sie an offizieller Stelle Forderungen stellen, haben sie allerdings nicht selten zuerst wenig Erfolg.”

Ich durfte dabei sein, habe einige der Projekte aus meiner Forschung und die dahinterliegenden Strategien oder auch Probleme vorgestellt und konnte im Anschluss daran in einem Workshop mit einigen der Teilnehmer über Knackpunkte bei ihren Projekten diskutieren.

Titel der Präsentation beim 6. Jugendforum Stadtentwicklung in Potsdam

Ich bin wirklich begeistert über die Projekte die mitgebracht wurden, ein Dirtpark in der Nähe von Frankfurt, ein Open Air Kino in Rosenheim oder eine Container Stadt auf einer Brache in Hannover.

Ein ganzes Wochenende lang wurden im Jugendforum Stadtentwicklung hitzige Debatten geführt und stundenlang Handlungsvorschläge ausgearbeitet. Am Ende des Wochenendes stand eine Präsentation mit Empfehlungen für den Staatssekretär Gunther Adler. Doch nicht nur das: Die Jugendlichen fordern die Gründung eines Jugendbeirates.

Diskussionsrunde zum Stadt selber machen.
Credits: Dustin Sattler

Eine Frage die ich mir jedoch stelle: Warum unterteilt man Freiraumvisionäre in Jugendliche und Erwachsene? Geht es denn nicht generell um Bürger und Mitbestimmung? Sicherlich: Orte wie ein Dirtpark oder andere Brachenbespielungen werden in erster Linie von jüngeren Menschen genutzt, gleichzeitig laden sie oft aber auch alle Nachbarn und Anwohner zur Beteiligung. Geht es nicht um eine viel tiefliegender Fragestellung, nämlich – wie kann die Aneignung von Freiräumen engagierten Bürgern einfacher gemacht werden?

 

Weitere Infos gibt es im Blog von politikorange , diese absolut wunderbaren Zeichungen sind von Hannah Kordes  und der Mann hinter der Linse ist Dustin Sattler.