MACHT ein Sommercamp!

Von Kerstin Wiehe und Jennifer Aksu, von k&k kultkom und im Namen des Bezirksamt Mitte wurden wir zum ersten – und vorerst einmaligen – Sommercamp für Kunst- und Kulturschaffende aus dem Gesamtbezirk Mitte  vom 15. bis 17. Juli 2016  dazu eingeladen gemeinsam über Leben und Arbeiten im Bezirk, Wünsche und Visionen zu diskutieren – und die vielen Bau- und Fallstellen gemeinsam anzugehen. Es ging auch darum, wie wir leben und arbeiten können und wollen, als Kunst- und Kulturschaffende in einer rasant wachsenden Stadt. Und wie diese Stadt, in der wir leben, unterstützend und nicht bekämpfend auftreten und verstanden werden kann. Macht! wurde also im doppelten Sinne zur konkreten Forderung – über die selbstständige, aktive Erarbeitung essentieller Werkzeuge zu den notwendigen Handlungsspielräumen, die sie eröffnen. Eine gute Mischung aus Impulsen, kollegialer Beratung und moderierten Lösungs-/ Ideenansätzen!

Warum denn sowas?
Die Programmkoordination für Stadtkultur und Vernetzung des Bezirksamts Mitte im Fachbereich Kunst und Kultur setzt sich mit den aktuellen städtischen Entwicklungen des Bezirks Mitte sowie den vorhandenen kulturellen und künstlerischen Potenzialen auseinander. Hierbei ist die Initiierung von Zusammenarbeit und das Ausloten der Rolle und Bedeutung kultureller Verbindungen und Sichtbarmachung von Ressourcen bei der Mitgestaltung und Stärkung der öffentlichen Kultur und der Kulturschaffenden der Stadt im Mittelpunkt.

 

MACHT mit!
An zwei Tagen haben vier Expert*innen in vier parallelen Workshops Ressourcen, kooperative Praxis, Raum-Fragen und Strukturen mit den Teilnehmenden zur Debatte gestellt. Wissen wurde gebündelt und Wege für zukünftiges Handeln und notwendige Werkzeuge aufgezeigt. Den Rahmen bildete die Franziskanerklosterruine am Alexanderplatz. Eigentlich waren wir alle geladen dort zu Campen, doch Wind und Neiselregen zog es uns dann doch alle lieber in unseren eigenen vier Wände.

Unser Workshop!
Wildwuchs und Ordnung – Kunst und Recht in Berlin Mitte

Künstlerische Eingriffe in den öffentlichen Stadtraum unterliegen einer Vielzahl von rechtlichen Bestimmungen und werden präventiv durch das Gebot nach Sicherheit, Sauberkeit und Ordnung eingeschränkt. Anhand eines beispielhaft gewählten Ortes haben wir die rechtlichen Herangehensweisen der künstlerischen Aneignung von Freiräumen aufgezeigt und gemeinsam zukünftige Möglichkeitsräume für die Zusammenarbeit mit Politik und Verwaltung entwickelt.
 

Workshopleiter: Laura Bruns und Konrad Braun

Hier gibt es noch Infos zum Projekt